Raus aus der Komfortzone
Samstag, 12. Dezember 2009
Dafür muss man allerdings etwas tun: sein Leben analysieren, durchplanen, eisern an Vorsätzen festhalten und bienenfleissig sein. Denn nur wer seine Arbeit so gut macht wie kein anderer, ist tatsächlich unentbehrlich und damit unkündbar.
Der Weg zum Topmitarbeiter führt also raus aus der «Komfortzone», wo alles in ruhiger Routine vor sich hin plätschert. Diese Wohlfühlatmosphäre ist zweifellos gemütlich, aber gefährlich. Die nächste Kündigungswelle spült Komfortzonen-Bewohner auf die Strasse. Gefragt sind dagegen interessierte, flexible und karriereorientierte An-gestellte, die sich in der «Wachstumszone» befinden. Um dorthin zu gelangen, muss man sich neuen Herausforderungen stellen und sich weiterentwickeln. Idealerweise erlebt man dann den Flow – das Glücksgefühl, das entsteht, wenn die Arbeit den eigenen Fähigkeiten entspricht und man völlig darin aufgeht. Die Komfortzone zu verlassen, bedeutet, sein Leben entschlossen in die Hand zu nehmen, positiv zu denken, innere Hindernisse zu bewältigen und Willenschwächen zu überwinden. Knoblauch nennt aber auch die Gefahren der ausgeprägten Karrierefokussierung: Wer sich zu viel aufbürdet, ist schnell überfordert, gerät in die «Panikzone», und der Burnout droht.
Allen, die aus der Komfort- in die Wachstumszone wechseln wollen, bietet das Buch eine gute Hilfestellung: mit vielen Checklisten, Tests und Fragebögen, die direkt im Buch bearbeitet oder aus dem Internet heruntergeladen werden können. Am Ende schliesst der angehende Topmitarbeiter einen Vertrag mit sich selbst, in dem er gelobt, niemals schlappzumachen. Das freilich ist wohl nicht jedermanns Sache: Wer plant sein Leben schon bis zum Tod in Sieben-Jahres-, Jahres-, Quartals- und Tagesplänen durch, wie es Knoblauch fordert? Hilfreich und sofort umsetzbar sind aber die vielen Tipps, wie man den Berufsalltag angenehmer gestaltet, Kontakte knüpft und auf sich aufmerksam macht. getAbstract empfiehlt das Buch allen, die keine Mühe scheuen, um ihren Job zu sichern.